Herdenmanager Martin Moos (Hohen Luckow) in Obdach

Seminar am 22. 2. 2014 in Obdach für innovative Milchviehhalter

Martin Moos – Herdenmanager auf Hohen Luckow 

Der Leopold-Stocker-Verlag und Der fortschrittliche Landwirt waren beim Herdenmanager Martin Moos in Obdach.

Martin Moos, gebürtiger Schweizer, ist Herdenmanager des Milchviehbetriebes auf Gut Hohen Luckow in Mecklenburg-Vorpommern .Dort leben über 2000 Milchkühe und rund 1500 Stück Jung­vieh. Nicht nur die Dimension des Betriebes beeindruckt, sondern auch das strategische Herden­management und der ruhige Umgang mit den Tieren. Das Wohlbefinden der einzelnen Kuh ist das oberste Ziel. Hohen Luckow gilt als einer der am besten gemanagten Betriebe in Deutschland. (http://www.guthohenluckow.de/)
Im Jahr 2013 hatte Bernhard Moitzi aus Obdach, die Chance bei Martin Moos direkt vor Ort sein Know-how in der Milchviehhaltung zu erweitern. Und nun war Herdenmanager Martin Moos auf Besuch nach Obdach.

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Jagdliche Hundeausbildung von Dackel Jockel (Teil 3) – Hundeführer Gerd Meyden

Gerd Meyden ist “Stocker-Autor” und Hundeführer  – mal kurz nachgelesen 

Dackel mit „lockeren Hals“

Jockel nimmt seine Zukunft sehr ernst und liest in der Zeitung über „Beruf und Karriere“.

Dass der kleine Dackel „Jockel“ einen sehr „lockeren Hals“ hat, habe ich Ihnen ja im letzten Blog erzählt. Einen „lockeren Hals“ hat ein Hund, wenn er gern Laut gibt.
Das ist bei Stöber- und Spürhunden sehr erwünscht. Man weiß dadurch stets, ob er beim Stöbern Wild gefunden hat und ihm noch auf der Fährte oder Spur ist. Das hatte der Kleine bereits an den Sauen bewiesen.

Dackel Jockel – stimmgewaltig…

Er war noch nicht lange bei uns, da mussten wir zu einer Jubiläumsausstellung einer bedeutenden Malerin, deren 10. Todestag mit einer feierlichen Vernissage begangen werden sollte. Uns war das Risiko zu groß, den erst 14 Tage bei uns heimischen Hund über mehrere Stunden allein zu lassen. Jockels Einfallsreichtum zur „Verschönerung“ der Wohnung bedeutete ein zu großes Risiko. Seine erfahrene Cousine „Fini“ konnte dafür daheim bleiben. Sie ist’s gewohnt über einige Stunden einsam im Haus brav zu warten. Also musste der Jockel mit auf die Vernissage.
Dort war bereits eine große Menge geladener Gäste im mit Bildern der Künstlerin geschmückten Saal versammelt. Sicherheitshalber nahm ich den Kleinen auf den Arm. Im Gedränge der Besucher könnte er zu leicht übersehen und getreten werden. Wir waren bald umringt von Hundefreunden, die den treuherzig dreinschauenden Dackelwelpen gern einmal streicheln wollten. Bis die Ausstellung mit feierlichen Reden eröffnet würde, war mir der nimmer ganz so kleine Hund doch ein wenig zu unbequem auf dem Arm. Eine Stuhlreihe war für die Honoratioren aufgestellt und das kam uns gerade recht. Nun hockte der Jockel wohlbehütet auf meinem Schoß und wir harrten der kommenden Dinge. Neben uns saßen Landrat, Bürgermeister der Kreisstadt und der Ortsbürgermeister. Jockel fand diesen Rahmen absolut angemessen.
Endlich schien es loszugehen. Eine in üppige Wallegewänder gekleidete Dame stellte sich am Kopfende des Raumes auf. Die Gespräche verstummten. Jetzt, dachte ich, kommt die große Lobrede. Doch stattdessen holte die Dame tief Luft und sang mit schriller Stimme ein herzergreifendes Lied.
Jockel, der alles mit Interesse betrachtet hatte, holte nun ebenfalls tief Luft und dann jodelte er los, dass die Bilder wackelten.
Der Saal bebte vor Gelächter. Der Landrat lachte, dass ihm die Tränen runterliefen, der Gesang erstarb. Die Feier war geplatzt. Herr und Hund flohen. Dem Vernehmen nach soll die Dame hernach nimmer gesungen haben. Einige Leute seien mir, beziehungsweise dem Jockel sogar recht dankbar dafür gewesen.

Bücher von Gerd Meyden:

Was uns Jägern wirklich bleibt …
Jägerwege
All das ist Jagd
 

 

 

Jagdliche Hundeausbildung von Dackel Jockel (Teil 2) – Hundeführer Gerd Meyden

Gerd Meyden ist “Stocker-Autor“ und Hundeführer  – mal kurz nachgelesen 

…Lesen im Bett ist für den Dackel!

Dackel Jockel beim entspannten Schlafen.

Schon ab der ersten Nacht im neuen Heim schläft nun der kleine Jockel in seinem Körberl neben meinem Bett. Bis er etwas vernünftiger ist, kann ich im Bett nicht mehr lesen, denn so lange Licht brennt, will er noch Gaudi machen. Also Licht aus und ebenfalls schlafen! Wenn er anfangs in der Nacht unruhig wurde, legte ich meine tröstende Hand auf sein Köpferl. Dann streckte er sich wohlig knurrend und schlief friedlich wieder ein.

Erste Übungen für Schweisshund Jockel

Nach kurzer Eingewöhnungsphase, konnte ich nun mit kleinen Übungen beginnen. Er ist zum Glück unheimlich verfressen. Das ist als Zeichen von Vitalität auch eine große Unterstützung bei der Abführung, wo es nach den Übungen immer eine kleine Belohnung gibt.

Ich spreche nicht von Abrichtung, denn dem Wort haftet ein gewisser Druck an, den ich bei meinen Hunden, außer den Vorstehhunden mit ihrem Temperament nie angewendet habe, denn da hätte ich ihre Spontaneität und Eigeninitiative unterdrückt. Speziell bei den Schweißhunden wäre Zwang das Ende ihrer freiwilligen Mitarbeit gewesen.

Dackel Jockels erste Arbeit: leichte Futterschleppen

Jockel bekommt als erste Arbeit leichte Futterschleppen, denn ich will ihn nur als Schweißhund für Nachsuchen ausbilden. Dafür schleife ich Futterbrocken über eine Wiese, deren Schleifspur er dann ausarbeitet und zur Belohnung darf er sie auch, wenn er gefunden hat, fressen. Diese Spuren werden nun immer länger, mit Haken und Schleifen und längerer Stehzeit. Als kleine Unterordnungsübung muss er sich, bevor er an die Futterschüssel kann, erst setzen. Dann erst, auf Befehl, darf er sich auf sein Mahl stürzen. Ebenso üben wir „ablegen“. Er muss sich setzen und darf erst aufstehen, wenn ich ihn abhole. Das geht von Anfang an sehr gut.
Seine hohe Intelligenz zeigt sich, indem er sich oft in unserem Hausgang im Spiegel anschaut. Jede Nacht wird wild geträumt, vor allem, wenn untertags was Besonderes los war. Oft weckt mich dann sein Traum-Gebell aus eigenen tiefen Träumen. Fernsehen tut er auch gerne, allerdings nur Tierfilme, wobei ihn schnelle Bildwechsel irritieren. Mich allerdings auch. Besonders liebt er Pinguine. Wir müssen da irgendwann einmal in den Tierpark gehen.

ab jetzt nur mehr mit Felxi-Leine

Bislang durfte er im Wald frei umher laufen. Doch kürzlich kam er auf eine Rotte Sauen. Da preschte der Zwerg mitten in die Schwarzkittel hinein, die darauf die Flucht ergriffen. Mit wunderbarem Spurlaut verfolgte er die längst Entschwundenen. Immer leiser, immer ferner erklang sein Gebell. Bis man nichts mehr hörte. Ich starb tausend Tode. Was ist, wenn er auf einen schlechtgelaunten Keiler kommt? Oder wenn ein Spaziergänger den freundlichen Hund aufklaubt? Eine schrecklich lange Zeit (gefühlt waren es zwei Stunden) stand ich wartend da. Bis nach einer Viertelstunde ganz fern ein kleiner schwarzer Punkt auftauchte, immer größer wurde und dann auf dem Arm glücklich abgebusselt wurde. Ab jetzt gehen wir nur noch mit der 5 m langen Flexi-Leine. Da hat er genügend Raum, alles am Wegrand zu untersuchen und zu beschnuppern.

Das nächste Mal erzähle ich Ihnen was zum Thema Gesang.

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