Gesunde Erdbeere – ein Rosengewächs!

Erdbeere 1

Erdbeere – gesund und ein Genuss!

Kaum eine Frucht nimmt es mit der Popularität der Erdbeere auf. Als erstes heimisches Obst im Frühjahr zählt sie auch bei uns zu den beliebtesten Obstarten. Die Erdbeere gehört zur Gattung der Rosengewächse. Als verbreitetste Wildform kommt die Walderdbeere überall in den gemäßigten und subtropischen Gebieten der nördlichen Halbkugel vor.Weitere Arten sind auch in Amerika und Asien weit verbreitet.

Gesund mit Erdbeeren

Erdbeeren sind besonders reich an Vitamin C. Bereits fünf große Früchte decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Auch ihr Gehalt an B-Vitaminen (Folsäure), Mineralstoffen, und Fruchtsäuren begründet den hohen Gesundheitswert der Früchte. Besonders die Nüsschen sind reich an Mineral- und Ballaststoffen und regen die Darmtätigkeit an. Erdbeerblätter werden vielen Kräutertees beigemischt.

Erdbeere im Hausgarten

Im Hausgarten am besten leicht erhöhte Drei-Reihen-Beete angelegen. Der Abstand zwischen den Reihen beträgt 35–45 cm, nach jeweils drei Reihen folgt ein Ernteweg von 60 cm Breite.
Bei Verwendung von Mulchfolie häuft man einen Damm aus Erde und Kompost auf, der mit einer Einzelreihe oder im Dreiecksverband bepflanzt wird. Unbedingt zumindest alle drei Jahre ein neues Beet mit frischen Ausläuferpflanzen anlegen!
Sie beugen so der Bodenermüdung und dem Auftreten von Krankheiten vor.

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Hundeführer Gerd Meyden – jagdliche Hundeausbildung von Dackel Jockel (Teil 9)

Jockels großer Tag

Dackel Jockel nach dem ersten echten Jagderlebnis

Nach gezieltem Training war es dann soweit: Dackel Jockel dabei beim Schuss. Er hat seine Sache gut gemacht. 

Wir hatten am Nachmittag eine 8 Stunden alte Fährte, die ich mit dem Fährtenschuh getreten hatte, gearbeitet. Mit nur 1/8 l Schweiß auf 500 m. Das war für den Jockel kein Problem, er hat die Fährte wie am Schnürl gearbeitet. Dafür gab’s dann am „Stück“ einen großen Brocken Fleisch.
Am Abend jedoch ging’s auf den Ansitz. Mein Freund empfahl uns einen Drückjagdsitz. Das sind relativ niedrige Hochstände, die rundum keine Verkleidung haben. Man sitzt also recht frei in der Landschaft. „Na Servus“, dachte ich mir, „da dürfen wir keinen Rührer tun und wenn der Jockel Wild sieht, was wird dann? Wird er losjodeln?

Dackel Jockels erstes echtes Jagderlebnis

Doch das alles muss ja mal geübt werden. Der Sitz stand an einer sehr trostlosen Fichtenkultur mit nacktem Nadelboden. Links von uns ein Buchenjungwald, der sehr verwachsen war. Dazwischen eine schmale, grasbewachsene Rückegasse voller Astwerk. Wa soll da wohl kommen? Ich machte mir keine Hoffnungen und sah das Ganze als Trockenübung. Jockel lag auf seiner Decke und schaute neugierig in die reizlose Gegend. Nach einer haben Stunde beschloss er zu schlafen. Ab und zu hob er dann den Kopf, holte Wind, fand, dass nix los sei und schlief wieder ein. Nach eineinhalb Stunden schaute er starr in die Buchenjugend und knurrte leis. Auf mein „psst!“ blieb er brav stumm. Da sah ich im Gitterwerk der Stämme einen grauen Wildkörper dahinschleichen. Das Fernglas zeigt mir einen schwachen Reh-Jahrling. Doch an ein Schießen war in dem dichten Gezweig nicht zu denken. Endlich stand er sekundenkurz auf einer Lücke und der Schuss brach. Der Rehbock machte noch ein paar Fluchten und ich sah ihn zusammenbrechen. Jockel hatte alles mitangesehen, blieb aber ruhig liegen. Jetzt musste ich 20 Min. warten, damit sich der Hund beruhigte und nicht den Schuss mit dem Wild in Zusammenhang brachte. Das hätte ihn schusshitzig machen können und mit der Ruhe wär’s in Zukunft dahin gewesen.

Dackel Jockel darf nicht schusshitzig werden..

Danach packte ich mein Zeug zusammen und wir stiegen ab. Jockel hatte sich aber genau gemerkt, wo das Wild verschwunden war. Die kurze Schweißfährte zu arbeiten war auf die Kürze der Strecke und auch der Zeit, Unsinn gewesen. Dann am Bock packte der Bursche den Bock sofort bei der Drossel (Kehle). Er beutelte wie wild den längst Verendeten. Den Kehlgriff hat er von seiner Cousine Fini schon spielerisch gelernt. Jetzt wollte er partout nicht auslassen. Ich konnte den Hund nicht lösen. „Schön“, dachte ich, „dann schleppe ich den Bock halt mit „Anhang“ mit.“ Den Bock schlaufte ich mit dem Haupt an meinen Bergestrick, und los ging der Weg zum Auto. Doch das ging nicht weit, denn zuviel Fallholz lag im Weg, da konnte ich die Zwei nicht drüberziehen. Endlich ließ sich der Dackel ablösen, wollte aber gleich wieder drangehen. Was tun? Also nahm ich den Hund unter den linken Arm und mit dem rechten zog ich den Rehbock. Wenn jemand dieses Bild gesehen hätte, der hätte sich halbtot gelacht. Leider war kein Karrikaturist in der Nähe. Doch wie hätte ich die Beiden da herausbringen sollen. Am Weg draußen legte ich den Bock ab. Den Jockel setzte ich dazu. Da saß er dann ganz ruhig, er hatte eingesehen, dass unsere Beute nun tot war und er sie bewachen müsse. In aller Ruhe konnte ich zum Auto gehen und die Kamera holen.
So ist nun Jockels großer Tag, sein erstes echtes Jagderlebnis dokumentiert…

Jagdbücher von Gerd Meyden:

Was uns Jägern wirklich bleibt …
Jägerwege
All das ist Jagd