Gerd Meyden – jagdliche Hundeausbildung von Dackel Jockel (Teil 10)

Dackel Jockel: “Erdbeeren schmecken  ausgezeichnet!”

Dackel Jockel geniest Erdbeeren ganz besonders

Dackel Jockel geniest Erdbeeren ganz besonders.

Entlang unseres Gartenzauns wachsen seit heuer Walderdbeeren. Wir freuten uns schon auf die süßen Früchte, die bereits gut angesetzt hatten. Mitte Juni waren die ersten schön rot und reif.
Als wir die schon einmal probieren wollten – wo waren sie denn? Sollten die Schnecken alle abgefressen haben? Da sahen wir eines Morgens den Jockel bei der Ernte. Sorgfältig zupfte er eine nach der anderen ab, quasi mit spitzen Zähnen, damit er ja kein Laub mit in den Schnabel bekommt. Nun geht er jeden Tag kontrollieren, ob schon wieder welche reif geworden sind. Das war’s dann wohl für heuer. Im nächsten Jahr werden sie sich gewiss sosehr vermehrt haben, dass für uns auch noch was übrig bleibt. Was wir heuer in Mengen haben, sind die ungenießbaren „Schein-Erdbeeren“. Sie schauen genauso aus, haben ein ähnliches Laub, doch ist immer nur eine einzige Beere an der Pflanze, die nach nichts schmeckt. Jockel hat das längst probiert und erkannt und schaut sie gar nicht mehr an.

Dackel Jockel und die wehrhafte Erdkröte

Das ganz andere Geschmacks-Extrem erlebte der kleine Dackel – inzwischen ist er voll ausgewachsen und ein prächtiger Rüde geworden – nach einem Abendansitz. Als die einbrechende Nacht das Büchsenlicht erlöschen ließ, stiegen Herr und Hund von der Ansitz-Kanzel. Es war, wie immer, für den Hund sehr aufregend. Die vielen Witterungen von Wild in der Umgebung wehten seiner feinen Nase ständig wunderbare Botschaften zu. Ständig holte er sich Wind und an seiner Reaktion konnte ich erkennen, ob es Sauen oder anderes Wild war.

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