Energie-Rebell: “Das Öl geht zur Neige –fast alle schauen weg!”

(aus dem Buch “Wolfgang Löser – Der Energie-Rebell“ ; herausgegeben von Klaus Faißner)

Der energieautarke Bauernhof – Wolfgang Löser zeigt wie es geht. (aus Wolfgang Löser – der Energie-Rebell (Hg. Klaus Faißner)

Mehr als 50 Jahre andauerndes Wirtschaftswachstum liegt hinter uns. Wir haben einen Lebensstandard erreicht, der in der Geschichte der Menschheit einzigartig ist. Diesen Wohlstand haben wir billiger fossiler Energie zu verdanken. Erdöl, Erdgas und Kohle waren der „Schmierstoff“ der Weltwirtschaft. Doch dieser geht zur Neige, wird immer knapper und teurer.

 

Fördermaximum für konventionelles, leicht gewinnbares Rohöl bereits erreicht

Viel Energie aus Erdöl wird für die Feldarbeit benötigt (aus Wolfgang Löser – der Energie-Rebell (Hg. Klaus Faißner)

Wenn die Nachfrage höher als das Angebot einer Ware ist, wird diese teurer. Deshalb spüren wir seit einigen Jahren in allen Bereichen eine enorme Preissteigerung. Das System eiert kräftig und läuft nicht mehr so rund, wie wir es über Jahrzehnte gewohnt waren und als selbstverständlich hinnahmen. Dabei stehen wir erst am Anfang der Auswirkungen!
Nur um die gegenwärtige Ölförderung aufrechtzuerhalten, müsste die Ölwirtschaft Funde in der vierfachen Größe der Vorkommen Saudi-Arabiens machen. Um weiterwachsen zu können wie bisher, bräuchte es sechs Mal „Saudi-Arabien“! Stattdessen geht die Förderung der weltweit 500 größten Ölfelder um 9 % pro Jahr zurück.

Öl knapp – nur zuwenig Benzin oder Diesel?

Viele denken, wenn das Öl knapp wird, bekommt man zu wenig Benzin oder Diesel.
Das ist leider nur ein kleiner Teil der Misere. Erdöl hat eine fundamentale Bedeutung für unseren gesamten Lebens,- Wirtschafts- und Wohlstandsbereich.
Besonders die Land- und Forstwirtschaft ist arg betroffen davon. Wie ein Süchtiger ist sie vor allem vom Erdöl abhängig. Für die Erzeugung einer kcal Nahrungsmittel werden 10 kcal Energie benutzt. Wir essen fossile Energie, denn Erdöl steckt in Pestiziden, im Kunstdünger und wird von Landmaschinen verbraucht. In den USA wurden schon 1995 etwa 1.500 Liter pro Person pro Jahr nur für Nahrung verwendet.

Energiekrise = Finanzkrise = Nahrungsmittelkrise = Sozialkrise = Systemkrise

Gewinnung von alternativer Energie ist für viele Regionen sehr effizient. (Wolfgang Löser – Der Energie-Rebell; Hg. Klaus Faißner)

Eine verstärkte Nachfrage nach Nahrungsmitteln weltweit bewirkt eine verstärkte weltweite Nachfrage nach intensiverer Landwirtschaft mit vermehrter Nachfrage nach Kunstdünger. Diese verteuern und verknappen sich massiv, was eine weitere Preissteigerung nach sich zieht.
Schlimmer noch: Düngemittel sind nicht mehr in dem Umfang verfügbar, wie diese benötigt werden. Die Getreidevorräte der EU sind ebenso wie die weltweiten Nahrungsmittelvorräte zum Teil auf Tiefststände geschrumpft. Missernten und Wetterextreme drückten die Ernteerträge, der höhere Fleischkonsum als Ausdruck aufstrebender Industriestaaten wie Indien oder China führte ebenfalls zu einem erhöhten Getreidebedarf.
Um knapper werdende fossile Vorräte zu ersetzen, werden oft Biotreibstoffe als mögliche Lösung gesehen. Doch diese dienen dazu, die Monopolstellung der Energiekonzerne und ihre riesigen Gewinne weiter aufrechtzuerhalten. Die Folgen sind noch teurere Nahrungsmittelpreise und noch mehr hungernde Menschen. Trotz allem kann das System auch damit nicht aufrechterhalten werden.
Wir müssen endlich die Zusammenhänge verstehen:
Ohne Energiewende gibt es kein Entkommen aus der Krise! Wir brauchen auf allen Ebenen eine Systemänderung:  hin zu dezentralen und regionalen, weg von globalen Strukturen.

Rasche Energiewende – ein Muss

Wolfgang Löser: “Rasche Energiewende ist ein Muss!” (aus “Wolfgang Löser – der Energie-Rebell; Hg. Klaus Faißner)

Die Notwendigkeit einer raschen Energiewende mit einem Mix aus Wind, Photovoltaik,
Biomasse, Wasserkraft, Solarthermie und Geothermie hat nichts mehr mit grünem Gedankengut zu tun.
Es geht um die bittere Erfahrung, dass sich alles verändern wird und dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Uns steht eine der grundlegendsten und tiefgreifendsten Veränderungen seit der industriellen Revolution bevor, wir sind schon mittendrin. Es wird eine ganz andere Welt entstehen, als wir sie uns heute vorstellen können.
Eines muss uns dabei klar sein: Eine Verschwendung, wie sie derzeit passiert, werden wir uns nicht mehr leisten können. Wir verbrauchen derzeit weit mehr Ressourcen, als wir zur Verfügung haben. Wir stoßen an die Grenzen des Machbaren.

Wolfgang Löser: Energiewende – unser Bauernhof war in einem Jahr energieautark!

„Ein Haushalt bezahlt 2013 ca. 50 Euro Ökostromzuschlag in Österreich und knapp 200 Euro in Deutschland, während allein der Sprit für den Pkw heute jeden Haushalt durchschnittlich um mehr als 400 Euro teurer kommt als noch vor ein paar Jahren.
Es ist höchste Zeit zu handeln. Jeder muss selbst bei sich beginnen. Zu warten, dass die Lösung von oben kommt, ist verlorene Zeit. Österreich oder Deutschland könnte binnen weniger Jahre die Energiewende schaffen. Unser Bauernhof war innerhalb EINES Jahres energieautark.“

Das Ende des Ölzeitalters naht.

Es ist, als ob wir in Pension gingen, ohne dass in irgendeiner Weise für uns vorgesorgt ist.
Hinzu kommt, dass die Förderstaaten selbst immer mehr Öl verbrauchen, sodass für den Export weniger überbleibt.

Energiewende, aber wie….nachlesen im Buch  in “Wolfgang Löser
Der Energierebell”

Wolfgang Löser – Der Energierebell (Hg. Klaus Faißner) – erschienen im Leopold Stocker Verlag

Wolfgang Lösers Bauernhof ist energieautark. Wärme, Strom und Kraftstoff werden am Hof selbst produziert. Warum sich das für jeden landwirtschaftlichen Betrieb rechnet, belegt der Autor im Detail. So hat er für seinen jährlichen Bedarf von rund 10.000 Liter Diesel pro Jahr den Ertrag von mehr als 20 Hektar Weizen bezahlen müssen.
Seit er alle seine Fahrzeuge, vom Traktor bis zum Privat-PKW, mit Pflanzenöl betreibt, ist nur mehr eine Anbaufläche von 10 Hektar Sonnenblumen nötig.
Mit dem richtigen Mix aus erneuerbaren Energiequellen kann jeder Bauernhof unabhängig werden, dabei viel Geld sparen und in Krisenzeiten, wenn fossiler Treibstoff knapp wird, trotzdem seine Produktion aufrechterhalten und die Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgen.

… nicht nur um die Landwirtschaft
Doch nicht nur um die Landwirtschaft geht es in diesem Buch, sondern auch um neue Energieformen und die Energiepolitik als solche. Irrwege und Fehlentscheidungen wie Biodiesel, Glühbirnen-Verbot und Großprojekte wie Offshore-Windanlagen und das Wüstenstrom-Projekt „Desertec“, die wiederum den Bau neuer 380-KV-Leitungen nach sich ziehen, werden thematisiert.
Doch schon heute ist eine echte regionale Energiewende, in der Wärme, Strom und Kraftstoff in der Region für die Region produziert werden, möglich.
Falsche Argumente, die immer wieder dagegen vorgebracht werden und durch die Medien geistern, werden von den Autoren auch als solche entlarvt. So die Behauptung, dass man für die Produktion von Photovoltaik-Anlagen mehr Energie benötige, als man schließlich aus ihnen herausbekommt. Auch in unseren Breiten liefert eine Photovoltaik-Anlage zwanzig Mal mehr Energie als in sie hineingesteckt wird. Neue technische Entwicklungen, etwa die Stromspeicherung durch Schwungräder anstelle von Batterien, sind überdies gerade dabei, die letzten Probleme zu lösen, die einer echt dezentralen Energieversorgung noch im Wege stehen. Letztlich zeigt das Buch auch die Möglichkeiten für jeden Einzelnen auf, wie man als Besitzer eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung möglichst energieautark werden kann.

Buch “Wolfgang Löser Der Energierebell” einfach bei der Bücherquelle bestellen!

 

 

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