Gesunde Erdbeere – ein Rosengewächs!

Erdbeere 1

Erdbeere – gesund und ein Genuss!

Kaum eine Frucht nimmt es mit der Popularität der Erdbeere auf. Als erstes heimisches Obst im Frühjahr zählt sie auch bei uns zu den beliebtesten Obstarten. Die Erdbeere gehört zur Gattung der Rosengewächse. Als verbreitetste Wildform kommt die Walderdbeere überall in den gemäßigten und subtropischen Gebieten der nördlichen Halbkugel vor.Weitere Arten sind auch in Amerika und Asien weit verbreitet.

Gesund mit Erdbeeren

Erdbeeren sind besonders reich an Vitamin C. Bereits fünf große Früchte decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Auch ihr Gehalt an B-Vitaminen (Folsäure), Mineralstoffen, und Fruchtsäuren begründet den hohen Gesundheitswert der Früchte. Besonders die Nüsschen sind reich an Mineral- und Ballaststoffen und regen die Darmtätigkeit an. Erdbeerblätter werden vielen Kräutertees beigemischt.

Erdbeere im Hausgarten

Im Hausgarten am besten leicht erhöhte Drei-Reihen-Beete angelegen. Der Abstand zwischen den Reihen beträgt 35–45 cm, nach jeweils drei Reihen folgt ein Ernteweg von 60 cm Breite.
Bei Verwendung von Mulchfolie häuft man einen Damm aus Erde und Kompost auf, der mit einer Einzelreihe oder im Dreiecksverband bepflanzt wird. Unbedingt zumindest alle drei Jahre ein neues Beet mit frischen Ausläuferpflanzen anlegen!
Sie beugen so der Bodenermüdung und dem Auftreten von Krankheiten vor.

Gartenböden sind meist reichlich mit Nährstoffen versorgt, mineralische Düngung ist daher nicht sinnvoll. In der Regel genügt eine leichte Kompostgabe bei der Pflanzung. Steht kein Kompost zur Verfügung, haben sich als lange wirkender Stickstoffdünger Hornspäne bewährt. Sie können auch gut vor dem Verlegen der Mulchfolie in den Boden eingemischt werden.
Um von Ende Mai bis in den Herbst Erdbeeren zu ernten, pflanzen Sie je zur Hälfte einmaltragende und immertragende Sorten. „Lambada“, „Polka“ und „Symphony“ (einmaltragend) sowie „Mara des Bois“ und „Charlotte“ (immertragend) sind zu empfehlen.

Erdbeere als Kulturpflanze

Die europäische Gartenerdbeere entstand wahrscheinlich im Frankreich des frühen 18. Jahrhunderts. Verschiedene amerikanische Wildsorten erfreuten sich nach der Entdeckung der Neuen Welt als Heil- und Zierpflanzen an den Höfen Europas größter Beliebtheit.
Aus einer zufälligen Kreuzung der kleinen amerikanischen Scharlacherdbeere mit der großfruchtigen Chileerdbeere und späteren gezielten Kreuzungen in England entstanden die Ahnen der mehr als 1.000 Kultursorten, die es heute gibt. Die großfruchtigen, ein- und mehrmals tragenden Kultursorten der Gartenerdbeere werden unter der Bezeichnung Ananaserdbeere zusammengefasst. Durch ihre gute Anpassungsfähigkeit an verschiedenste Klimabedingungen werden sie auf allen Kontinenten kultiviert und weitergezüchtet.

Erdbeere als Wirtschaftsfaktor

Die wirtschaftliche Bedeutung der Erdbeere wächst. Auf weltweit über 350.000 ha werden rund 5,5 Mio. t Erdbeeren erzeugt.
In Deutschland und Österreich ist die Erdbeere heute nach dem Apfel die flächenmäßig bedeutendste  Obstart. Die wichtigsten Erzeugerländer und Exporteure frischer Erdbeeren sind China, die USA, die Türkei und Spanien. Polen, die Ukraine und Serbien sind führend beim Anbau von Verarbeitungserdbeeren.
Für kaum eine andere Kultur wurden so viele Kulturverfahren entwickelt wie für die Erdbeere. Treibende Kräfte sind die Ausdehnung der Produktion außerhalb der natürlichen Saison und die Verminderung des Produktionsrisikos. Vom feldmäßigen Anbau im Boden bis zur Produktion auf Substrat im Glashaus reicht die Palette.

Stocker-Praxisbuch: BeerenobstViele Tipps und Anregungen rund ums Beerenobst (Sorten, Pflanzung, Pflege und Verarbeitung  finden Sie im Stocker-Praxisbuch „Beerenobst“.

… zu bestellen bei der Bücherquelle

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.