Sirup und Nektar selbstgemacht – „Gesundes Trinken ist in“ speziell im Sommer

Sirup und Nektar selbstgemacht

Ein frisches Getränk selbstgemacht – ganz ohne Chemie!

Damit unser Organismus so richtig gut funktionieren kann, benötigt er ausreichend Flüssigkeit. Die Tagesempfehlungen variieren zwischen 1,5 l und 2,5 l oder manchmal sogar noch mehr. Da wünschen wir uns etwas Feines, Fruchtiges, fernab von künstlichen Aroma- und Farbstoffen.
Selbst gemachte Getränke sollten sein: leicht herzustellen, lange haltbar, farbenfroh, aromatisch und praktisch verpackt. Da sind Sirup und Nektar genau richtig.
Was ist Nektar?

Zitronen sind besonders erfrischend bei sommerlichen Temperaturen.

Fruchtnektar wird meistens aus Früchten hergestellt, die uns als Saft nicht so recht schmecken würden. Sie enthalten von Natur aus viel Säure oder sind schwer zu entsaften, so dass sie erst durch den Zusatz von Wasser und Zucker genießbar gemacht werden können.
Fruchtnektar besteht aus:

  • Fruchtanteilen (Fruchtsaft, Fruchtmark, konzentriertem Fruchtsaft)
  • konzentriertem Fruchtmark oder Mischungen dieser Erzeugnisse)
  • Wasser zum Verdünnen
  • maximal 20 % Zucker (z. B. in Form von Rüben-, Trauben-, Fruchtzucker,

    Glucosesirup oder Honig)

Ein Saft aus Birnen wäre uns wahrscheinlich zu süß, der aus Schwarzen Ribiseln/
Johannisbeeren wohl zu sauer oder gar zu intensiv. Deshalb verarbeitet
man diese zu „Nektar“ weiter. Der Zuckergehalt im Nektar und die persönlichen
Vorlieben entscheiden über das Verdünnungsverhältnis vor dem Trinken.

Was ist Sirup?

Sirup besteht aus:
■ Fruchtsaft oder Blüten- bzw. Kräuterauszug
■ Zucker

Stocker-Praxisbuch: Sirup und Nektar v. Georg Innerhofer

Sirup lässt sich aus vielen Blüten und Kräutern bzw. aus allen Obstarten
gewinnen, die man entsaften kann. Es ist unglaublich praktisch es ist, etwas Sirup in Sekundenschnelle in ein schmackhaftes Getränk ganz ohne chemische Zussatzstoffe zu verwandeln.  Und wie Sirup und Nektar herzustellen sind, ist im Stocker-Praxisbuch SIRUP & NEKTAR v. Georg Innerhofer einfach und übersichtlich erklärt. .

Säfte zum Verdünnen sind „in“

Säfte zum Verdünnen galten auf Grund des hohen Zuckergehaltes viele Jahre als verpönt.  Nektar wird häufig vor dem Genuss mit stillem oder mit kohlensäurehaltigem Wasser verdünnt, bei Sirup geschieht das auf jeden Fall. Lediglich zum Süßen oder als Hausmittel wird Sirup pur verwendet.

Damit es so richtig gut schmeckt….
Nur wenn Zucker und Säure im fertigen Getränk – egal ob verdünnt oder nicht – in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen,empfinden wir es als harmonisch.
Deshalb wirkt ein Getränk mit wenig Zucker und wenig Säure genauso harmonisch wie eines mit hohem Zucker- und Säuregehalt.
Himbeeren beispielsweise geben, wie auch Marillen/Aprikosen, ihre Säuren erst beim Erhitzen frei. Ungezuckertes Himbeer- oder Marillen-/Aprikosenmark erscheint uns daher sehr sauer. Erst der Zusatz von Zucker harmonisiert den Geschmack. Umgekehrt verleiht erst ein Schuss Säure dem Birnennektar die richtige Frische.

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Nun wieder zurück zu Sirup und Nektar:

Welche Früchte eigenen sich dafür?
Nicht alle Früchte eignen sich für Sirup oder Nektar. Hier ein kleiner Auszug:

  • Apfel

    Äpfel sind besonders gut zum Direktpressen geeignet.

    Apfelsaft schmeckt als solcher so hervorragend, dass ein Zusatz von Wasser oder Zucker seine Qualität nur verringern kann. Reife Äpfel eignen sich am ehesten zum direkten Entsaften, also zur Herstellung von Apfelsaft.

  • Quitte
    Hocharomatische Quitten eignen sich sehr gut zum Entsaften.Selbst ohne Enzymieren kann man aus den sehr harten Früchten, wenn man sie mahlen kann, durch  Abpressen einen sehr guten Saft gewinnen. Pur ist er zwar säuerlich und etwas bitter, lässt sich aber gut zu Sirup oder Nektar verarbeiten. Besonders wichtig ist aber beider Quitte der Zusatz von einem pektinspaltenden Enzym, da Quittensaft sehr leicht geliert.
  • Marille/Aprikose
    Die sehr aromatische und farbintensive Marille/Aprikose lässt sich fast nicht entsaften, und wenn es dochgelingt, ist der Saft daraus blass, bestenfalls leicht orange. Selbst ausdem Dampfentsafter kommen nur blasse Säfte. Marillen/Aprikosen werden daher fast ausschließlich zu fruchtfleischhaltigem Nektar verarbeitet.
  • Kirsche
    Ergibt einen aromatischen und, je nach Sorte, mehr oder weniger dunklenSaft. Besonders gut eignen sich Weichseln/Sauerkirschen, da ihrerote Farbe auch bei der Lagerung nicht braun wird. Sie können sowohldurch Erhitzen, Enzymieren und anschließendem Pressen entsaftet werdenwie auch im Dampfentsafter.
  • Zwetschke/Pflaume
    Vollreife Zwetschken/Pflaumen sind gut zur Nektarherstellung geeignet,allerdings ist die Farbe nicht sehr stabil und wird bald bräunlich. Zu bevorzugenist ein Zerkleinern, Erwärmen mit anschließendem Enzymieren und Abpressen.
  • Pflaume, Kriecherl
    Für diese Früchte gilt an sich das Gleiche wie für die Zwetschke. Sie eignensich zwar zum Entsaften mit Erwärmen und Enzymieren, können die rote Farbe aber nicht gut halten. Aus dem Dampfentsafter kommen auch farbintensive Pflaumensäfte mit angenehmem Marzipanton.
  • Mirabelle, Ringlotte
    Die beiden Früchte eignen sich sowohl für Sirup (allerdings nicht so stark gezuckert wie Sirup aus Beeren, also nur für den Eigenbedarf) als auch für einen fruchtfleischhaltigen Nektar. Allerdings färbt sich dieser auch nach wenigen Monaten etwas bräunlich.
  • Ribisel/Johannisbeere, Himbeere, Heidelbeere
    Sie kann man sogar kurz aufkochen, um ein Maximuman Farbstoffen herauszuholen, und sowohl Sirup als auch Nektar sind dann intensiv gefärbt. Vor dem Abpressen muss man sie aber unbedingt abkühlen lassen und mit einem pektinspaltenden Enzym behandeln, ansonsten lassen sie sich nicht abpressen.
  • Stachelbeere

    Stocker-Praxisbuch: Sirup und Nektar v. Georg Innerhofer

    Stachelbeeren enthalten wie Ribiseln/Johannisbeeren recht viel Pektin
    und müssen daher vor dem Entsaften unbedingt enzymiert werden. Allerdings
    kann man aus ihnen keine farbintensiven Getränke herstellen – sie haben immer eine eher blasse Farbe.

  • Weintraube
    Besonders gut eignen sich aromatische Sorten, wie Muskat Ottonel, oder Direktträgertrauben, wie Isabella. Sie bringen sowohl als Nektar als auch als Sirup ein sehr intensives Aroma mit sich. Entscheidend ist auch hier das Enzymieren der Trauben vor dem Pressen bzw. bei roten Sorten das Erwärmen davor.
  • Schwarzer Holunder

    Beim schwarzen Holundersirup teilen sich die Geschmäcker!

    Bei einem Nektar oder Sirup aus Schwarzem Holunder braucht man sich um die Farbe nicht zu sorgen, in den Beeren ist sehr viel Farbstoff enthalten.Das Aroma spaltet die Saftfreunde, die einen lieben es, die anderen können es nicht riechen.

  • Sanddorn
    Die Früchte des Sanddorns haben einen sehr eigenwilligen Geschmack, so dass Säfte daraus nur wenige Anhänger finden. Für diese ist der Sanddorn allerdings ein regelrechter Vitaminspender, da er große Mengen anVitamin C enthält.
  • Orangen, Zitronen
    Sie geben recht intensive Getränke. Je saurer der Saft ist, umso eher ist er zur Sirupherstellung geeignet.

Sirup & Nektar – zu bestellen bei der Bücherquelle!!

 

Ein Gedanke zu “Sirup und Nektar selbstgemacht – „Gesundes Trinken ist in“ speziell im Sommer

  1. Selbstgemacht Getränke sind gerade jetzt in der heißen Zeit die besten Durstlöscher! Und man weiß so am sichersten, was alles drinsteckt 🙂

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